Ich heiße Ronald Fischer. Geboren bin ich in der österreichischen Stadt Graz und habe die dortige Technische Universität als Diplom-Mathematiker absolviert. Seit 1980 lebe ich in Deutschland, wo ich in der IT tätig bin und Software für eine Vielzahl von Firmen entwickle.

Meine zweite Leidenschaft gehört dem Kennenlernen fremder Kulturen und den Sprachen, und ich habe mich in Französisch, Portugiesisch, ein wenig Griechisch und, was im IT Umfeld selbstverständlich ist, Englisch weitergebildet. Auf einer Dienstreise nach Japan - damals noch ohne ein Wort Japanisch zu sprechen - habe ich mich in die Kultur dieses Landes und in die Mentalität der Japaner verliebt. Ich habe dann in Deutschland bei einem japanischen Lehrer angefangen, diese Sprache zu lernen. Seither fliege ich beinahe jedes Jahr nach Japan und habe in diesem Land nicht nur viele Freunde, sondern auch meine Ehefrau gefunden.

Die Unterrichtsmethoden meines Lehrers, Herrn Tanimura Tetsu, haben mich sehr beeindruckt, da er die Sprache auf höchst lebendige und effektive Weise unterrichtet. Von der ersten Stunde an ist es das Ziel, Konversation zu machen. Dabei bedient er sich Techniken, die er aus seiner Erfahrung als Sporttrainer abgeleitet hat. Diese Methode habe ich weiterentwickelt und an die Besonderheiten der deutschen Sprache angepasst.

Weil ich bei Japanern oft festgestellt habe, dass sie zwar einen grossen Wortschatz beherrschen, aber unsicher sind, diesen aktiv in einem Gespräch anzuwenden, zielt mein Training darauf ab, im Alltag benötigte Sätze automatisch, ohne Nachzudenken, abrufen zu können. Daneben vermittle ich meinen Schülern an Hand praktischer Übungsbeispiele auch in Deutschland übliche Umgangsformen, soweit sie von den japanischen abweichen. Dazu gehört zum Beispiel das Thema Trinkgeld (wann? wem? wieviel?), oder die Frage, ob der Gesprächspartner mit Du oder mit Sie anzusprechen ist. Mein Ziel ist es, Japanern Sicherheit im Umgang mit Deutschen zu geben.

In meinem Unterricht gibt es wenig Grammatik-Theorie. Es wird fast nichts geschrieben. Es wird aber ohne jeglichen Leistungszwang sehr viel gesprochen und dabei immer wieder das bereits Gelernte wiederholt, bis es der Schüler ohne nachzudenken anwenden kann.

Das selbständige Trainieren zu Hause erachte ich als sehr wichtig. Ich empfehle dem Schüler, pro Woche bei mir zwischen etwa 90 und 180 Minuten Unterricht zu nehmen, aber ein Mehrfaches dieser Zeit für Übungen aufzuwenden, und ich stelle dazu auch entsprechende Übungsmaterialien (Texte und Audio-Material) zur Verfügung. So kann der Schüler beachtliche Lernfortschritte erzielen, ohne dass hohe Kosten für den Unterricht anfallen würden.